Methode und Fragen zum psychoanalytischen Coaching

Anm: Die Darstellung auf dieser Seite sind sehr vereinfacht und beispielhaft zu verstehen. Im Zentrum unserer Arbeit stehen Sie als Coachee und nicht das "Durchziehen" einer Methode.

Grundsätzliche Technik der Arbeit

Die Technik ist die freie Assoziation des Coachee und die Deutung des Coachs. Der Coach fordert zur Freien Assoziation auf. Wie in einem Selbstgespräch spricht der Coachee das aus, was ihm an tagesaktuellen Themen oder anderen Erinnerungen in den Kopf kommt. Kommt der Coachee nicht weiter, weil er beispielsweise eine Antwort vom Coach erwartet, wird dieser zunächst die Freie Assoziation am Laufen halten „Was fällt Ihnen dazu ein?“ oder die Ratlosigkeit gemeinsam mit dem Coachee aushalten. Der Coach wird den Coachee mit gleichschwebender Aufmerksamkeit begleiten und nicht nur darauf achten, was der Coachee sagt, sondern auch wie sich das Unbewusste indirekt zeigt an der Beziehung zum Coach, Fehlleistungen, Einfällen, Wiederholungen, Träumen, Widerstand, Szenen, Übertragung von Rollenerwartungen auf den Coach durch den Coachee und Gegenübertragung von Gefühlen im Coach. Der Coach wird seine Wahrnehmungen halten, verdauen, mehr oder weniger bewusst in Modelle seiner Denkrichtung einordnen und schließlich zu geeigneter Zeit eine Deutung zur Verfügung stellen. Ein klarer Rahmen und die ethischen Grundsätze des Coachs bilden den analytischen Raum, in dem freie Assoziation und Deutung stattfinden können, sodass der Coachee die Gelegenheit erhält, etwas über sich zu erfahren und zu guter Letzt auch eine Lösung für sein Anliegen zu finden, die zu ihm passt.

Was passiert da, wenn mein Coach nur "hm" sagt?

Im psychoanalytischen Coaching geht es nicht immer nur ruhig zu. Aber eine gewisse Ruhe und auch mal das Aushalten von Schweigen sind für eine Introspektion unerlässlich.

Die Arbeit erfolgt auf einer tieferen Ebene und ist auch eine Beziehungsarbeit. Der Coach wird Sie zwar auch begleiten bei der Lösung Ihrer tagesaktuellen Themen. Vor allem wird er aber auf Grund seiner Eindrücke (z.B. Widerholungen in Ihren Darstellungen, Gefühle im Raum) und vor dem Hintergrund seiner Berufsausbildung eine Idee von ihrer Persönlichkeit etwickeln:

  • Ihre innere Motivationsstruktur (Versorgung, Wettbewerb, Autonomie, Kontrolle, ...)
  • Ihr daraus resultierende Modus (ehrgeizig, zurückhaltend, loyal, spontan, sorgfältig, ...)
  • das Niveau Ihrer Mentalisierungsfähigkeit (Empathie, Einfühlungsvermögen, Selbstwahrnehmung, Visionskraft, ...)

​Parall bietet der Coach Ihnen in der Zusammenarbeit dasjenige Beziehungsangebot, das Ihre Weiterentwicklung fördert.

Wie komme ich dann zur Lösung meines Anliegens?

Die Erkenntnisse des Coachs über Ihre Persönlichkeit werden Ihnen zur Verfügung gestellt und erläutert. Nach und nach lernen Sie das Modell Ihrer Persönlichkeit in Alltagssituationen wiederzuerkennen und gemeinsam mit dem Coach zu präzisieren. Durch die Wahrnehmung "Jetzt passiert es gerade wieder!" haben Sie die Chance etwas anderes auszuprobieren und vielleicht nicht mehr so getrieben zu handeln, sondern Impulse erst einmal innerlich zu halten. Im Laufe der Arbeit lernen Sie sich besser kennen: Was sind die Dinge, die Sie anders oder nicht anders können oder wollen?

Dadurch erhalten Sie die Chance eine Lösung für Ihr Anliegen zu erarbeiten, die zu Ihnen passt, so wie Sie sich selbst nun besser kennen gelernt haben. Da Sie sich bei dieser Lösung nicht verbiegen müssen und authentisch verhalten können, können Sie mehr Lebenszufriedenheit erreichen; was eine gute Voraussetzung für eine weitere Entwicklung ist.

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