Die Nutzung von Farben als katalytische Objekte zur Erforschung des unbewussten Sinnzusammenhangs von Berliner Unternehmern

Vor einigen Jahren fanden wir in einer tiefenpsychologischen Studie mit Berliner Unternehmern zufällig eine neue Methode, um unbewusste Sinnzusammenhänge deutlich zu machen. Wir baten Versuchsperson zu betrieblichen Begriffen in zufälliger Reihenfolge jeweils eine Farbe zu nennen. Da diese Befragung keinen logischen Sinn mache, sollten die Personen irgendeine Farbe nennen, die ihnen bei dem Begriff zuerst in den Sinn kommt.

Offensichtlich ist es so, dass Versuchspersonen häufig zu einem Begriff eine Farbe nennen, die in ihrem Cortex topologisch "in der Nähe" repräsentiert ist. Somit kann man annehmen, dass Begriffe, die in gleichen Hirnregionen repräsentiert sind, die gleiche Farbe zugeordnet bekommen. Die Versuchsperson wird, wenn sie die Methode nicht kennt, die Zuordnung unbewusst vornehmen. Durch die Farbassoziation wird sichtbar, wie "der Unternehmer tickt". Erfolgreiche Strategen nennen Begriffe wie "Markt", "Strategie", "Selbstverwirklichung", "Energie" in einer Farbgruppe. Überforderte Manager nennen Begriffe wie "Niederlage", "Verteidigung" in der gleichen Farbgruppe wie Begriffe, die ihr eigenes Aufgabenfeld bezeichnen.

Durch Clusteranalyse der Daten von über 30 Berliner Unternehmern konnte zudem gezeigt werden, dass die untersuchte Gruppe überwiegend auf die eigenen Produkte und Dienstleistungen und weniger auf Wettbewerber sieht. Die meisten Unternehmer brachten "Erschöpfung" und "Verteidigung" nicht in Zusammenhang mit betrieblichen Begriffen, allerdings auch nicht "Selbstverwirklichung". Das Projekt dient der Grundlagenforschung und Methodenentwicklung.

Status: Publikation in Socioanalysis, weitere empirische Tests in Vorbereitung

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