Operationaliserte Psychodynamische Diagnostik OPD-2. Effizientere Intstumente zur Messung der Konflikt-Achse im Coaching

Die operationalisierte psychodynamische Diagnostik (OPD-2) ist ein etabliertes Instrument der psychodynamischen Psychotherapie. Große Teile der OPD sind aber auch in einem psychodynamischen Coaching sehr wirkungsvoll einsetzbar. Die umfangreichen textlichen Beschreibungen zur Diagnostik der Konflikte, die zudem in der OPD noch auf Hauptteil und Anhänge verteilt sind, würden einer breiten Akzeptanz bei Coachs jedoch im Wege stehen. Für die effizientere Messung der Konflikt-Achse schlagen wir zwei Instrumente vor: Ein Test aus 196 Items, die der Coaching-Klient als Selbstbeschreibung ausfüllen könnte und ein Gegenübertragungsinventar zur Erfassung der szenischen Informationen und der Gegenübertragung beim Coach mit 86 Items. Durch unsere Instrumente ergeben sich folgende Verbesserungen:

  • Konkrete Items lassen weniger Interpretation zu als textliche Vorlagen. Die Vorgehensweise könnte daher zu einer Verbesserung der Interrater-Reliabilität führen.
  • Die Auswertung der Selbstbeschreibung durch den Klienten und des Gegenübertragungsinventars durch den Coach ermöglicht eine weniger fehleranfällige Ermittlung der Konflikte und Modi durch Berechnung von Punkten.
  • Unterschiede in der bewussten Selbstbeschreibung durch den Klienten und der Gegenübertragung beim Coach sind eine weitere dia­gnostische Information und können unmittelbar im Gespräch mit dem Klienten angesprochen werden.
  • Die Auswertung der Selbstbeschreibung nach Lebensbereichen ermöglicht eine zusätzliche Aussage über die Schwere der Konfliktlage pro Lebensbereich. Die OPD führt zwar die Lebensbereiche ein, sieht aber bisher keine Auswertung nach Lebens­bereichen vor.
  • Bei ausreichender Fallzahl in der Anwendung von Selbstbeschreibung und Gegenübertragungsinventar ließen sich die Fragebögen zu psychometrischen Tests weiter entwickeln, die sich als eine Grundlage für die Forschung zu Persönlichkeit, Konflikt und Motivation anbieten.

​Insbesondere Ausbildungskandidaten der klinischen Psychoanalyse werden davor gewarnt, die hier dargestellten Vereinfachungen auf Ihre Patienten anzuwenden, ohne dies mit ihrem Institut abzustimmen. Für den verantwortungsvollen Umgang mit psychischen Störungen ist eine solche Vereinfachung möglicherweise nicht zu rechtfertigen. Dennoch ist durchaus beabsichtigt, einen fruchtbaren Dialog zwischen psychodynamischen Coachs und klinisch arbeitenden Psychoanalytikern über die Operationalisierung psychodynamischer Arbeit anzuregen. 

Die Selbstbeschreibung und das Gegenübertragungsinventar wird einschließlich der automatisierten Auswertung hier durch nachfolgendes Kontaktformular als open access im Excel-Format zur Verfügung gestellt. Es besteht nicht die Bedingung, aber der Wunsch, dass Coachs ausgefüllte Excel-Sheets in anonymisierter Form zurück schicken, um eine möglichst große Datenbank mit Vergleichswerten zu füllen. Besonders wünschenswert wäre, wenn sich eine Anwendergruppe von Coachs bildet, die sich über ihre Erfahrungen austauscht und die Werkzeuge gemeinsam weiter entwickelt. So könnte analog zur klinischen Psychoanalyse auch das psychodynamische Coaching eine weitere Professionalisierung erfahren. Publikation mit weiteren Erläuterungen in Vorbereitung

 

Mind Institute SE - Konflikt-Screening in Anlehnung an OPD-2
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Prof. Dr. Thomas Kretschmar

Klinischer Psychologe/Dipl.-Kfm.

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