Kompetenzzentrum Beziehung und Familie

Eva Weiße

Leiterin des Kompetenzzentrums

Arbeitsschwerpunkte:

  • Belastende und traumatisierende Lebensereignisse
  • Gewalt in der Familie
  • Paarkonflikte und Sexualität
  • Konflikte in der Eltern-Kind-Beziehung
  • Essstörungen
  • Schlafstörungen
  • Umgang mit Diagnosen (z.B. Krebs, Behinderung, ...)

 

Ereignisse in der Familie

 

Wenn ein liebgewonnener Mensch geht, nicht genug eigener Raum bleibt oder eigene Grenzen überschritten werden, reisst es uns manchmal den Boden unter den Füßen weg. Die Familie, so wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Akute Belastungen auch mit körperlichen Symptomen sind die Folge. Erfolgt die Verarbeitung durch Psychotherapie oder Coaching nicht innerhalb von 6 Monaten kann sich eine Anpassungsstörung daraus entwickeln oder ein Trauma verfestigen.

 

Die Psychotherapie bietet den Raum für Verarbeitung

  • Würdigung des Leids
  • Raum für Traurigkeit
  • das richtige Maß von Ablenkung und Hinwendung, um die Belastung zu verarbeiten
  • Verarbeitung von ähnlichen Lebensereignissen, die mitschwingen
  • Aufspüren von inneren Ressourcen und eigenen heilsamen Kräften
  • Erarbeitung von Lösungen für die weitere Lebensgestaltung
  • das Licht am Ende des Tunnels

 

Umgang mit Diagnosen (Krebs, Behinderung, ...)

 

Der Umgang mit einer Krankheit gehört zu den schwierigsten Lebensaufgaben. Hier ist der Klient körperlich und psychisch doppelt belastet. Die Psychotherapie der psychischen Seite kann dem Organismus mehr Raum geben die körperlichen Selbstheilungskräfte zu aktivieren und mehr Sicherheit sich unter veränderten Lebensumständen zurecht zu finden:

  • Raum für Leid und für Ressourcen
  • Bearbeitung von Selbsvorwürfen und Fremdvorwürfen
  • Umgang mit Abhängigkeit zu Mitmenschen
  • Verstehen von psychosomatischen Anteilen körperlicher Erkrankungen
  • Planung der neuen Lebensgestaltung: Die ersten kleinen Schritte
  • Selbstbeobachtung und Selbsbelohnung

 

Paarkonflikte und Sexualität

 

Am Anfang fliegen die Schmetterlinge. Der positive Kreislauf "Ich wende mich Dir zu, weil Du mich magst und Du magst mich, weil ich mich Dir zuwende" funktioniert gegenseitig. Doch nach einiger Zeit kann jedes Paar in einen negative Kreislauf gelangen: "Ich wende mich von Dir ab, weil Du so unfreundlich zu mir bist und Du bist so unfreundlich, weil ich mich von Dir abwende". Es benötigt dann viel Energie wieder in die alte Liebe zurückzufinden oder eine neue zu entdecken. Im Paar-Coaching oder in der Psychotherapie mit einzelnen Klienten helfen wir die Dynamik der eigenen Beziehungen zu verstehen und diese weiter zu entwickeln:

  • Aufdeckung von negativen Kreisläufen
  • Unbewusste Kernkonflikte und Abwehrprozesse
  • Entdeckung des Selbstbildes und des Bildes vom anderen Partner
  • Auswirkung der eigenen Lebensgeschichte (ggf. Trauma) auf Persönlichkeit und Verhalten
  • Fremdvorwürfe, die in uns selbst stecken
  • Bewunderungen, die in uns fehlen
  • Eltern-Kind-Rollen, in der Paarbeziehung
  • Empathietraining und gewaltfreie Kommunikation
  • Schaffung eines gegenseitigen Raums für Selbstbewusstsein und Selbstentfaltung, ohne die Loyalität zum anderen in Frage zu stellen

Die Sexualstörung ist, wenn sie nicht organische Ursachen hat, meisst ein Symptom für Ursachen in diesen Themengebieten. Es kommt entweder überhaupt nicht zu einer Beziehung, oder diese wandelt sich schnell in eine Beziehung unter Geschwistern. Die Libido wird auf andere Objekte übertragen, ohne für sich oder den Partner ausreichende Befriedigung zu finden. Die Sexualtherapie fokussiert daher auf diese zugrunde liegenden tieferen Ursachen.

 

 

Konflikte in der Eltern-Kind-Beziehung

 

Die Eltern-Kind-Beziehung ist eine Kette. Und so wiederholen sich oftmals die Konflikte, die wir mit unseren Eltern haben, bei unseren Kindern entweder genau so, oder mit umgekehrtem Vorzeichen. Niemand ist daran schuld. Die Familie wächst aus dem Stammbaum heraus. Unsere Eltern sind von ihren Eltern geprägt, und diese widerum von ihren Eltern.

Im Kern geht es um die Frage, ob die Eltern für das Kind da sind, das sich dann nach seiner angeborenen Persönlichkeit entfalten kann, oder das Kind eine Funktion für die Eltern erfüllt. Im Coaching oder - bei akuten und starken Belastungen - in der Psychotherapie bearbeiten wir folgende Themen:

  • Selbst- und Fremdakzeptanz
  • Entdeckung der "eigentlichen" Persönlichkeit
  • Unser inneres Kind und unsere inneren Eltern
  • Gewaltfreie Kommunikation im Umgang miteinander

 

Essstörungen

 

Die Essstörung ist, wenn sie nicht organischen Ursachen hat, eine Störung der Identität und Persönlichkeit. Die Magersucht ist die Weigerung des Körpers erwachsen zu werden und tritt oft bei jungen Erwachsenen auf, die sich selbst nicht genügend kennen, um ihren Platz im erwachsenen Leben und das, was zu ihnen passt, zu finden. Übergewicht spiegelt den verborgenen Wunsch wider, noch einmal das knuddelige süße Baby zu sein und ist oft ein Zeichen von Hilflosigkeit und depressiver Verstimmung. Die Psychotherapie umfasst daher beides: Verhaltenstraining und Bearbeitung der zugrunde liegenden Ursachen in der Familie.

 

  • Ernährung, Zielsetzung und Belohnung
  • Selbstbild und Wunschbild
  • Für wen nehme ich mit der Essstörung zu oder ab? Wem will ich gefallen? Gegen wen will ich protestieren?
  • Umleitung der Energie und Aktivität auf anderen Themen
  • Entdeckung der eigenen Persönlichkeit (was ist anerzogen?, was wurde unterdrückt?)
  • Entdeckung der eigenen Ressourcen und des Selbstbewusstseins

 

 

Schlafstörungen

 

Wenn Schlafstörungen die einzige oder wesentliche Beschwerde eines Klienten darstellt, empfehlen wir die schlafmedizinische Abklärung in einem Schlaflabor. Tritt die Schlafstörung als Symptom anderer Konflikte auf, so wird in Psychotherapie und Coaching zunächst auf Ihr Hauptanliegen im jeweiligen Kompetenzzentrum eingegangen (Beruf, Familie, Angst, etc.). Grundsätzlich bieten wir bei Schlafstörungen Verhaltenstherapie mit

  • Selbstbeobachtung durch Anfertigung von Schlaftagebüchern
  • Umfangreiche Erfassung der Lebensumstände (Schichtarbeit, Stressoren in Familie und Beruf, häufige Wechsel der Zeitzonen, etc.)
  • Entspannungstraining und Sofortmaßnahmen
  • Aufdeckung von Zyklen (Schlaflosigkeit aus Angst vor Schlaflosigkeit)
  • Schlafhygiene und Maßnahmen zur Steigerung der Schlafqualität

Adresse:

Mind Institute SE Psychotherapie und Coaching
(innen rechts, 1. OG)
Werderscher Markt 12

DE- 10117 Berlin


Telefon: 030 8643 7645

 

Telefonisch erreichen Sie uns bei Fragen Mo-Fr von 8:30 bis 18:00 Uhr.

Leitung:
Prof. Dr. Thomas Kretschmar

Klinischer Psychologe/Dipl.-Kfm.

Unser neues Buch ist da